Im Detail

Jahresabschluss 2015

Das Kiek in! blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Erneut deutliche Umsatzsteigerungen erlaubten Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Warum werden die Informationen zum Jahresabschluss 2015 erst Anfang 2017 veröffentlicht? Die Frage ist berechtigt und zugleich einfach zu beantworten: Die Prüfkriterien einer kleinen AöR entsprechen im Grunde denen eines Großkonzerns. Nach der Aufstellung des Jahresabschlusses durch das "Kiek in!" (März 2016) und nachdem das Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen seine Arbeit abgeschlossen hat (April 2016) und der Verwaltungsrat den Jahresabschluss beschlossen hat (Mai 2016), erfolgte nach dem Versand der Unterlagen an den Landesrechnungshof (Juni 2016) eine Prüfung des Berichtes zum Jahresabschluss. Die "finale Freigabe" haben wir nun am 9. Januar 2017 erhalten. Zu den Zahlen:

Insbesondere der Geschäftsbereich Jugendherberge (Betriebserträge + 23,41 %) hat sich sehr erfreulich entwickelt und das Jahr 2016 bestätigt weiter einen positiven Trend.

Mit einem Plus von 15,97 % des Bereiches Veranstaltungszentrum und Hotel haben wir im vorvergangenen Jahr teilweise die Grenze der verfügbaren Ressourcen (Zimmer/Betten) erreicht. Eine solche Steigerung war 2016 nicht wiederholbar.

Auch die Volkshochschule konnte mit einer weiteren deutlichen Steigerung der Betriebserträge (+ 7,52 %) ihren Beitrag zum Gesamterfolg des Kiek in! leisten, bleibt aber unverändert der Geschäftsbereich mit dem höchsten Zuschussbedarf. 2016 hat sich ebenfalls erfreulich gut entwickelt.

Trotz um 3,31 % gesunkener Schülerzahlen erreichten wir selbst im Internatsbereich noch eine Steigerung (Betriebserträge + 2,42 %) durch Erhöhung der absoluten Übernachtungszahlen. Auch hier wurden mehrfach die Grenzen der Ressourcen erreicht und überschritten (Zustellbetten).

Leider sanken die Zuweisungen auf Basis des Schulgesetzes (Internatskostenanteil) analog der Schülerzahlen - in nur drei Jahren (2012 auf 2015) um insgesamt 9,31 %. Dies galt es durch die beiden wirtschaftlich erfolgreichen Geschäftsbereiche, die im Jahr 2015 ein positives Betriebsergebnis erzielten ("Jugendherberge" und "Veranstaltungszentrum und Hotel"), zu kompensieren.

Insgesamt stiegen die Betriebserträge trotz des gegenläufigen Effektes sinkender Internatskostenanteile im Vergleich zum Vorjahr (hier: 2015 zu 2014) absolut um EUR 161.048 (+ 6,98 %).

Abb.: Entwicklung der Betriebserträge (Umsatzerlöse, Zuweisungen, sonst. Betr./neutr. Erträge)

Ohne Einbeziehung der unternehmerisch nicht beeinflussbaren Internatskostenanteile betrug die Steigerung der Erträge + 11,09 % (2013 auf 2014: + 8,69 %). Betrachtet man unter diesem Aspekt die Entwicklung der letzten beiden Jahre (2013 auf 2015), so kann eine Steigerung der Erträge im Sinne einer echten unternehmerischen Leistung in Höhe von 20,74 % (+ EUR 314.639) festgestellt werden!

Abb.: Entwicklung der Betriebserträge exklusive Internatskostenanteile (Umsatzerlöse, Zuweisungen, sonst. Betr./neutr. Erträge)

Diese überaus positive Entwicklung wird in den Folgejahren ohne Investitionen weder der Höhe noch der Geschwindigkeit nach fortzusetzen sein, da in diversen Teilbereichen die Kapazitätsgrenzen der Sachmittel (z. B. 100 % Belegung der Zimmer/Betten) mehrfach erreicht wurden.

Über die relevanten Erneuerungen (Reparaturen/Ersatzinvestitionen) des vergangenen Jahres haben wir im Zuge der Aktuell-Meldungen berichtet - beispielsweise die Erneuerung der Kühlzelle und des Hauptwasseranschlusses. Im Jahr 2016 lag der Fokus auf der Erneuerung von 15 Rauchschutz-, Brandschutz- und sonstigen Türen (Treppenhäuser - begonnen im Dezember 2016), der Verschönerung des Freizeitgartens und selbstverständlich auch einer kontinuierlich, rollierend erfolgenden Renovierung der Zimmer. Der eingeschlagene Weg ist richtig - wir werden dennoch einige weitere Jahre benötigen, um sukzessiv die selbst gesteckten Qualitätsziele zu erreichen.

Wir danken allen Gästen, Kunden, Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern sowie Geschäftspartnern für ihr Vertrauen und sehen einer weiterhin angenehmen Zusammenarbeit gern entgegen. (GL)

10.01.2017